Fragen an Danie Reko

Die Autorin Danie Reko ist gelernte Kinderpflegerin und hat viele Jahre als Künstlerin gearbeitet. Ihre Werke wurden weltweit verkauft und nun hat sich die Debütautorin einen weiteren Wunsch erfüllt und ihr erstes Kinderbuch veröffentlicht. Ihr Ziel ist es, mit ihren offenherzigen Geschichten Kinder gut zu unterhalten und ihnen wichtige Werte zu vermitteln. Freundschaft, Selbstvertrauen und Mut gehören zu den Kernelementen, die immer wieder in ihren Erzählungen vorkommen.

Die Autorin lebt mit ihren Hunden zurückgezogen auf einer ostfriesischen Insel und widmet sich dort ganz dem Schreiben und Zeichnen.

 

Warum ist dein erstes Buch ein Kinderbuch?

Ich selber lese gerne Kinderbücher. Seltsamerweise habe ich das als Kind nicht getan. Da habe ich mir die Bücher für Erwachsene vom Bücherregal meiner großen Schwester gegriffen. Zum Glück war sie eine Leseratte und so stand mir immer eine große Auswahl zur Verfügung. Manchmal las ich auch die Bücher meiner Eltern, ganz alte Schmöker, aber die waren nicht nur schwer zu halten, sondern auch schwer zu verstehen.

Erst später entwickelte sich meine Begeisterung für Kinderliteratur. Zum Glück wohnte ich damals neben einer Bücherei und wurde mit reichlich Lesestoff versorgt. Für mich ist das Tolle an Kinderbüchern, dass ich nach dem Lesen nie enttäuscht gewesen bin und ich sie verschlinge bis zum Schluss. Meine Favoriten sind Klassiker von Otfried Preußler, Janosch oder Erwin Moser. Bei Büchern für Erwachsene kommt es schon mal vor, dass ich sich nicht zu Ende lese. So entwickelte sich mein Traum, irgendwann selber Kinderbücher zu schreiben.

 

Warum bist du so begeistert von Büchern?

Als ich noch in der Stadt gewohnt habe, war für mich die Fahrt zum Buchgeschäft jedes Mal ein Highlight. Wenn ich den Buchladen betrat und die Papierluft einatmete, klopfte mein Herz. Wenn mich ein Buch anzog, dann las ich nicht nur den Klappentext, sondern tippte mit dem Finger blind auf eine Stelle und las den ersten Satz. Wenn er mich ansprach, war es mein Buch und ich kaufte es – aber nicht, bevor ich nicht daran gerochen hatte.

Seit einigen Jahren lebe ich auf einer kleinen Insel, und auch der Buchladen ist recht klein. Doch egal wie oft ich ihn schon betreten habe, jedes Mal kribbelt es in meinem Bauch.

 

Wo liest du am liebsten?

Am liebsten in meinem Bett, weil ich so lange lese, bis mir die Augen zufallen. Deshalb ist es gut, unter der Decke zu liegen, wenn ich mitten in der Nacht aufwache. Ich bewundere den Mut mancher Menschen, ihre Bücher überall bei sich zu tragen, um in jeder freien Minute zu lesen. Dementsprechend sehen dann die Buchcover aus und die Seiten haben Eselsohren. Das könnte ich keinem Buch antun. Meine Bücher müssen auch nach dem Lesen noch aussehen wie neu. Dafür dürfen meine Bücher duften. Wenn ich mir ein Buch kaufe, gehe ich anschließend in die Parfümerie und sprühe etwas Parfum auf einen Teststreifen. Den benutze ich als Lesezeichen. Wenn ich das Buch durchgelesen habe und später an dem Duft schnuppere, schwelge ich für einen Moment wieder in der Geschichte.

 

Seit wann schreibst du?

In der ersten Klasse fing es an. Ich lernte mit Begeisterung Schreiben und Lesen. Jeder neue Buchstabe war für mich ein großes Highlight. Schon bald führte ich Tagebuch. Ich habe wirklich jeden Tag hineingeschrieben, und wenn ich nicht geschrieben habe, las ich als kleines Kind am liebsten Märchen.

Später habe ich selber Gedichte und Liedtexte verfasst und versucht, eigene Romane zu schreiben, doch das klappte mit acht, neun Jahren nicht so gut. Also hörte ich mittendrin auf. Was mir jedoch gelungen ist, sind Theaterstücke für die Schule zu kreieren. Die habe ich zusammen mit meinen Freundinnen zu besonderen Anlässen aufgeführt.

Was ich auch gerne gemacht habe, war Buchcover zu basteln mit meinen Namen darauf. Die Collagen habe ich mir an die Wand gehängt und davon geträumt, mal ein eigenes Buch zu veröffentlichen.

 

Schreibst du am liebsten fantastische Geschichten?

Unter Zwergen, Elfen und sprechenden Tieren fühle ich mich am wohlsten. Auch meine nächsten Bücher, die veröffentlicht werden, handeln davon. Im Moment schreibe ich ein Buch über ein Einhorn. Ich war immer davon überzeugt, dass mein Pferd ein Einhorn gewesen ist. Mittlerweile bin ich eine von vielen, die an Einhörner, Feen und andere Fabelwesen glauben. Als ich noch klein war, galten sie als Märchen. Heutzutage sind diese Wesen für viele Menschen zu echten Begleitern und Beschützern geworden. Ich wünsche mir, dass ich mit meinen Büchern noch mehr Menschen erreiche und sie für die geistige Welt öffne.

 

Worum geht es in deinem ersten Buch Zwerg Hampel?

Da war plötzlich dieser kleine Zwerg in meinem Kopf und meinte, er brauche unbedingt ein neues Haus. Sein Haus war alt geworden. Klar habe ich mich mit ihm gleich auf die Suche gemacht. Einen netten Zwerg lässt man doch nicht allein durch den großen weiten Wald gehen. Aber oje! Die Suche war schwieriger, als gedacht. Eine Nacht musste Hampel sogar draußen verbringen ohne ein Dach über dem Kopf.

Doch gleich am nächsten Tag passiert etwas Wunderbares. Und dann geht die Geschichte los. Ein paar lustige Begegnungen mit den Tieren des Waldes, bringen Hampel nicht nur ein neues Zuhause, sondern auch spannende und lustige Abenteuer. Das war für mich selber magisch!

Gleich nach der Veröffentlichung von Band 1 habe einen zweiten Band geschrieben, der im Frühjahr erschienen ist. Und nun ist ein Winterabenteuer in Planung. So ein Zwergenleben ist richtig aufregend 😄

 

Wer sollte das Buch unbedingt lesen?

Zwerg Hampel ist eine Geschichte für Kinder, die beim Lesen etwas erleben wollen. Sie ist kindgerecht geschrieben und auch für Erstleser geeignet und abwechslungsreich. Unterhaltungsliteratur für die ganz Kleinen. Die vielen bunten Bilder von der Illustratorin Jacqueline Düwel sind so lustig und fröhlich anzusehen. Mein Wunsch ist es, dass ganz viele Kinder die Figuren aus dem Buch genauso lieb gewinnen, wie ich.

 

 

 

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